Streetfood & mehr

Thailand ohne Streetfood ist für mich unvorstellbar. Gerade die Garküchen, Nachtmärkte und kleinen Straßenstände gehören für mich zu jeder Reise dazu. Ich habe inzwischen unglaublich viel ausprobiert – und bis auf wenige Ausnahme nur sehr selten Probleme mit dem Magen gehabt. Ich halte mich aber auch an Regeln und esse niemals übrig gebliebenes Essen vom gestrigen Abend. Schade fürs Wegwerfen aber für mich einfach sicherer. Meine Frau Moo ist da deutlich experimentierfreudiger und hatte dann auch öfter teils heftige Magenprobleme als ich.

Mein absoluter Favorit ist ganz klar Pad Krapao. Für mich eines der besten thailändischen Gerichte überhaupt. Wichtig ist allerdings immer der kleine Zusatz: "Phed nid noi" (nur leicht scharf) oder gleich "Phed Farang" (Schärfe für westliche Gaumen). Sonst kann es schnell deutlich schärfer werden, als man erwartet. 😄

Ein weiterer Punkt ist das Eis in Getränken. Ich achte möglichst darauf, dass die Getränke mit den größeren Eiswürfeln serviert werden – den zylinderförmigen Stücken mit dem Loch in der Mitte. Diese stammen in der Regel aus industrieller Herstellung. Bei zerstoßenem Crushed Ice wäre ich persönlich etwas vorsichtiger, weil man oft nicht weiß, wie und aus welchem Wasser es hergestellt wurde.

Wie Martin schon gesagt hat, ist es außerdem immer eine gute Idee, auf Märkten Gerichte zu wählen, die frisch vor den eigenen Augen zubereitet werden. Das ist nicht nur geschmacklich besser, sondern gibt auch ein gutes Gefühl. Bei bereits vorverpackten Speisen bin ich deutlich zurückhaltender – besonders bei Seafood. Muscheln oder andere empfindliche Meeresfrüchte, die schon länger in der Auslage liegen, würde ich lieber stehen lassen.

Meine einzige wirklich schlechte Erfahrung hatte ich übrigens gar nicht an einem Straßenstand. Wir hatten einmal Mookata in einer kleinen Pension in den Bergen von Khao Kho in der Provinz Phetchabun bestellt. Vermutlich war das Fleisch schon älter oder nicht ausreichend gekühlt. Das Ergebnis waren drei Tage, in denen ich komplett außer Gefecht gesetzt war. Solche Erfahrungen können leider überall passieren – nicht nur beim Streetfood.

Mein Fazit ist deshalb ganz klar: Möglichst viel probieren, auf Frische, Kühlung achten und darauf, dass euer Essen frisch zubereitet wird. Auch die Google-Bewertungen – besonders die Bewertungen der Einheimischen sind oft deutlich aussagekräftiger als die von Touristen. Die Locals wissen meistens ganz genau, wo es das beste und zugleich frischeste Essen gibt.

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